Druck: Beyer & Boehme, Berlin S. 42, Wasserthorstr. 50.


Fußnoten:

[A] Dokumentarisch ist es, daß mein Großvater, dem auch der Ehrenbürger-Titel verliehen wurde, von General Deen, dem Chef der Arbeiten bei dem Bau der Festung in Medlin bei Warschau, Ende der zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts, aus der Provinzstadt Bobrujisk nach Warschau berufen wurde, um Arbeiten an den grossen Festungsbauten zu übernehmen. Die Uebernahme solcher Arbeiten hat meinen Vater auch zur Uebersiedlung nach Brest veranlasst.

[B] Die Einladung lautete »Zu Latkes geladen«.

[C] Die damaligen Sittenregeln forderten, dass der jüngere Mann oder die jüngere Frau den älteren zuerst Scholachmones schicken musste.

[D] Der dazu verwandte Weizen wird auf dem Felde in Gegenwart des Rabbiners und mehrerer Juden geschnitten, gedroschen und gemahlen. Er wird also unter Obhut verarbeitet, daher gehütete Mazzes.

[E] Wahrscheinlich ein Zeichen der Befreiung von der Sklaverei — als freier Herr den Ruhesitz zu benützen, oder erhielt sich in dieser Form die orientalische Sitte, Festmahle überhaupt halb liegend auf gepolsterten Sitzen abzuhalten?

[F] Ueber die Trachten und ihre Veränderung bringt das Schlusskapitel dieser Memoiren nähere Angaben.

[G] dünne, breite Späne aus sehr harzigem Holz, die in ein eigens dazu im Schornstein gemachtes Loch hineingesteckt wurden. Ein erstickender Qualm verdunkelte zur Hälfte dieses flackernde Licht.