»Gott behüte dich, Toñuelo,« antwortete der Murcianer. »Laß einmal sehen, was für ein Befehl das ist. Señor Juan Lopez hätte auch eine andere passendere Stunde wählen können, um sich an Biedermänner zu wenden. Natürlich wird es deine Schuld sein. Ich sehe schon, du hast dich in den Obstgärten am Wege berauscht. Willst du noch einen Schluck?«

»Nein, Herr, es ist keine Zeit dazu. Sie müssen mir sofort folgen. Lesen Sie den Befehl.«

»Wie, dir folgen?« rief Tio Lucas und trat, nachdem er das Papier an sich genommen, in die Mühle zurück.

»Du, Frasquita, leuchte mir.«

Seña Frasquita warf etwas, was sie in der Hand hielt, fort und brachte die Lampe.

Tio Lucas warf einen schnellen Blick auf den von seiner Frau losgelassenen Gegenstand und erkannte seine alte Donnerbüchse, die mit halbpfündigen Kugeln geladen wurde.

Da blickte der Müller die Navarresin voll Dankbarkeit und Zärtlichkeit an und, sie beim Kinn nehmend, sagte er:

»Du bist Gold wert.«

Bleich und heiter wie eine Marmorstatue hob Seña Frasquita die Lampe in die Höhe, ohne daß die Finger, welche sie hielten, auch nur vom leisesten Zittern bewegt wurden, und antwortete trocken: