Die Augen der Seña Frasquita sprühten Flammen. Tio Lucas erhob die seinigen nicht vom Fußboden, wie wenn er dort etwas suchte.
»Du wirst nur doch wenigstens die nötige Zeit gestatten,« sprach er endlich, den Kopf erhebend, »um nach dem Stall zu gehen und einen Esel zu satteln.«
»Was Esel, was Teufel!« entgegnete der Alguacil. »Eine halbe Meile kann doch wohl jeder zu Fuß gehen. Außerdem ist die Nacht sehr schön und der Mond scheint. Ich habe schon gesehen, daß er aufgegangen ist.«
»Aber meine Füße sind sehr geschwollen.«
»Nun, dann wollen wir aber keine Zeit verlieren. Ich werde das Tier satteln helfen.«
»Holla, Holla! Fürchtest du, daß ich davonlaufe?«
»Ich fürchte nichts, Tio Lucas,« antwortete Toñuelo mit der Kälte eines seelenlosen Geschöpfes. »Ich bin die Obrigkeit.«
Und indem er so sprach, legte er die Waffen nieder und ließ die unter seinem Mantel verborgene Büchse sehen.
»Hör 'mal, Toñuelo,« sagte die Müllerin, »da du doch in den Stall gehst, um dein Amt auszuüben, so sei so gut und sattle auch den anderen Esel.«
»Wozu?« fragte der Müller.