»Für mich, ich gehe mit euch.«

»Das kann nicht sein, Seña Frasquita,« entgegnete der Alguacil. »Ich habe Ordre, Euren Mann mitzubringen, aber nichts weiter, und zu verhindern, daß Ihr ihm folgt. Dabei gilt es ja meine Stelle und meinen Kopf. So teilte mir der Señor Juan Lopez mit. Also vorwärts, Tio Lucas.« Und er wendete sich der Thür zu.

»Das ist sehr sonderbar,« stotterte der Müller, ohne sich zu regen.

»Sehr sonderbar,« antwortete die Seña Frasquita.

»Da steckt etwas dahinter... nur weiß ich nicht...« fuhr Tio Lucas fort, doch so, daß er von Toñuelo nicht gehört werden konnte.

»Soll ich nach der Stadt gehen,« fragte die Navarresin, »und dem Herrn Corregidor Nachricht geben von dem, was hier geschieht?«

»Nein,« antwortete Tio Lucas mit lauter Stimme, »das nicht.«

»Was soll ich denn aber thun?« fragte die Müllerin ungestüm.

»Sieh mich an,« antwortete der frühere Soldat.

Schweigend sahen sich die beiden Gatten an und waren von der Ruhe der Entschlossenheit und Energie, welche sich ihre Seelen gegenseitig mitteilten, so befriedigt, daß sie die Achseln zuckten und lachten.