»Jesus!« rief die Müllerin aus. »So hält mich mein Mann also für entehrt! So ist er also in die Stadt gegangen, um sich zu rächen! Vorwärts, vorwärts, laßt uns in die Stadt gehen und rechtfertigt mich in den Augen meines Lucas!«

»Wir wollen in die Stadt gehen und verhindern, daß dieser Mann meiner Frau all die eingebildeten Dummheiten wiedererzählt,« sagte der Corregidor und schritt auf eine der Eselinnen zu. »Helft mir ein wenig beim Aufsteigen, Señor Alkalde.«

»Ja, wir wollen nach der Stadt gehen,« fügte Garduña hinzu, »und gebe der Himmel, Herr Corregidor, daß Tio Lucas sich begnügt hat, mit der Herrin zu sprechen.«

»Was sagst du, Unglücklicher?« brach Don Eugenio de Zuñiga aus. »Glaubst du, daß er fähig wäre...«

»Zu allem!« antwortete Seña Frasquita.


28.
Ave Maria purísima! Las doce y media, y sereno![8]

So rief durch die Straßen der Stadt derjenige, welcher dazu berechtigt war, als die Müllerin und der Corregidor, jedes auf einem Mülleresel, der Señor Juan Lopez auf seinem Maultier, die beiden Alguacilen zu Fuß, an der Hausthür des Corregidors ankamen.

Die Thüre war geschlossen.

Man konnte sagen, daß für jenen Tag sowohl für die Regierung wie für die Regierten alles zu Ende war.