»Ich habe angehalten, das ist wahr. Fahre fort.«
»Da schrie dein Esel...«
»Wahrhaftig! O, wie glücklich bin ich! Sprich, sprich, denn jedes Wort giebt mir ein Jahr meines Lebens zurück.«
»Und auf jenes Geschrei antwortete ein anderes vom Wege her.«
»O, ja, ja! Gesegnet seist du! Ich glaube es noch zu hören.«
»Es waren Liviana und Piñona, die sich erkannt hatten und wie gute Freundinnen begrüßten, während wir beide uns weder grüßten noch erkannten...«
»Sage mir nichts mehr! Sage mir nichts mehr.«
»So wenig erkannten wir uns,« fuhr die Seña Frasquita fort, »daß wir beide erschraken und nach entgegengesetzten Richtungen entflohen. Nun siehst du doch wohl ein, daß ich nicht in der Mühle war. Wenn du jetzt wissen willst, warum du den Herrn Corregidor in unserm Bett angetroffen hast, so fühle die Kleider, die du trägst und die noch feucht sein müssen, an, und sie werden es dir besser sagen als ich. Se. Gnaden ist in das Mühlgerinne gefallen, Garduña hat ihn entkleidet und dort gebettet. Willst du wissen, warum ich die Thür geöffnet habe? Weil ich glaubte, daß du es wärest, daß du ertränkest und mich zu Hilfe riefest. Und schließlich, wenn du das mit der Ernennung wissen willst... Aber vorläufig brauche ich nichts weiter zu sagen. Wenn wir allein sind, dann werde ich dir noch verschiedene Einzelheiten erzählen, die ich dir vor dieser Dame nicht mitteilen kann.«
»Alles, was die Seña Frasquita gesagt hat, ist die reinste Wahrheit!« rief der Señor Juan Lopez, der sich Doña Mercedes' Gunst erwerben wollte, da er wohl sah, daß sie das Corregimiento beherrschte.
»Alles, alles!« fügte Toñuelo hinzu, der seinem Herrn nacheifern wollte.