Ich behaupte auch, daß in der Taufe alle Sünden vergeben werden; daß wir der Gnade bedürfen, um das Gute anzufangen und zu vollenden, und daß die Gefallenen durch Buße wiederhergestellt werden. Über die Auferstehung des Fleisches aber — was brauche ich darüber zu sagen, da ich mich des Christennamens vergeblich rühmen würde, wenn ich nicht glaubte, daß ich auferstehen werde?

Dies also ist der Glaube, auf welchem ich ruhe, aus dem ich meine feste Hoffnung schöpfe. Auf ihn ist mein Heil gegründet, und so fürchte ich nicht das Geheul der Scylla, ich spotte der strudelnden Charybdis, und der totbringende Sang der Sirenen schreckt mich nicht. Mag der Sturm hereinbrechen, ich wanke nicht; mögen die Winde blasen, ich stehe fest. Denn auf einen starken Felsen bin ich gegründet.

Fußnoten

[1] M. Carrière: „Abaelard und Heloise. Ihre Briefe und Leidensgeschichte übersetzt und eingeleitet durch eine Darstellung von Abaelards Philosophie und seinem Kampf mit der Kirche.“ (Gießen 1844, 2. Auflage 1853.) [2] Über sonstige Personalien Heloisens sind wir ganz im Dunkeln. Nicht einmal ihre Abkunft steht fest. Es sind darüber schon alle mögliche Vermutungen aufgetaucht: von der Behauptung, sie stamme aus dem Geschlecht der Montmorency, einem der ältesten Adelsgeschlechter Frankreichs — bis zu der Ansicht, sie sei nicht sowohl die Nichte des Kanonikus Fulbert gewesen, als welche sie in den Briefen figuriert, sondern dessen eigene Tochter. [3] Nach Joh. XIV., 16. 17. 26. [4] Daß wir das Ewige nicht verlieren. [5] Daß wir das Ewige verlieren. [6] Daß wir das Ewige nicht zulassen.

Anmerkungen zur Transkription

Fußnoten wurden am Ende des Buches gesammelt. Falsch gesetzte Anführungszeichen wurden stillschweigend korrigiert. Alle anderen offensichtlichen Druckfehler wurden korrigiert wie hier aufgeführt (vorher/nachher):