Kaiserin-Elisabeth-Denkmal
Ich hätte dich umringt mit dunklen Legföhren, Rhododendronbüschen, Edelweiß, Speik, und allen Blüten der Bergalmen!
Ich hätte die Tiere der freien Berglüfte in silbernen Käfigen um dich herum gestellt — — —. Bergdohle und Murmeltier.
Aber man stellte dich in einen Garten, gepflegt und gehegt, und wider die freie heilige Natur!!!
Manöver: Feld-Telephon und Fernrohr
»Fern von der Schlacht, und dennoch mitten drinnen! So wie die Dichter!«
Mein Lebensleitmotiv:
»Nie über einen Graben springen, eine Hürde, wenn man nicht ganz gesichert ist, hinüberzugelangen mit leichter Anmut!«
HEILMITTEL
Ich habe in einer Blumenhandlung in einer Kristallglaswanne zwei goldene japanische Zwergfische gesehen, mit riesigen durchsichtigen Flossen und dunklen hervortretenden Augen, mit der Anmut von modernen Tänzerinnen sich bewegend, und dabei doch reserviert gelassen ihrem Wärter, Pfleger an die Glaswand zuschwimmend. Ich begreife es absolut nicht, wieso reiche Damen sich diesen Schatz der Natur entgehen lassen können und sich nicht eine kleine Herde dieser allerentzückendsten Tiere anschaffen. Einer kostet allerdings 16 Kronen. Der Boden muß aus kleinen Kieseln bestehen, die jeden zweiten Tag herausgenommen und in warmem Wasser gereinigt werden müssen. Die Nahrung ist ausschließlich das Pulver »Piscidin«, das auf die Wasseroberfläche hingestreut wird. Man kann stundenlang vor dieser goldenen Anmutpracht verweilen. Die Tiere lernen uns baldigst kennen und lieben. Viele Frauen würden dadurch vor ihren bösen Gedanken, bösen Instinkten, und vor allem vor ihrer gefährlichen inneren Leere und vor Gelangweiltsein gerettet werden können. Gehet hin, Damen, und kaufet daher japanische Goldfische!