haben gehalten.
Wenn man in jener Gegend den Bauern nach der Anzahl der Bewohner seines Hauses fragt, so mag wohl folgende Antwort geschehen: „Bewohner? Ja, die muß ich mir selber erst zusammendenken. Da bin ich; — tut nur fleißig nachzählen — ich und mein Weib und unsere fünf Kinder und der Knecht und acht Rindvieher und die Magd.“
Und er meint es nicht anders. Schützt sie doch allzusammen ein Dach, lebt doch eines für alle, wie alle für eines leben, und sie ernähren sich gegenseitig und erheitern sich das Leben, und die Kinder und die Kälber laufen lustig durcheinander herum. — Für die Rinder hat der liebe Gott die Almen und die Heustadeln erschaffen. Und wenn die Stadeln sich gefüllt haben und die Zeit der Heue vorüber ist, so wird im Hause des Hirtenbauers ein Fest begangen. Der Bauer gibt den Seinen ein Mahl. Und da wird nicht geschont, ist doch der Heustadel voll.
Und besonders Hansjörgl, der Knecht, dem in letzterer Zeit der Bauchriemen ohnehin schon zu lang geworden ist, läßt sich das Fest angelegen sein, und so eine Bäuerin wie die unsere, sagt er, gibt’s nimmermehr — und der Riemen wird kürzer und kürzer, und die Enden seines Ringes wollen nicht mehr reichen, und mit Gewalt zusammengeschnallt, springen sie wieder mit Gewalt auseinander.