»'s ist eine Dummheit. Was meinst, Bübel, weil wir schon so nah' dabei sind, probieren wir's?«

Da ich ihn nicht verstand, so gab ich keine Antwort.

»Was kann uns geschehen?« fuhr der Pate fort, »wenn's die andern thun, warum nicht wir auch? Ich lass' mir's kosten.«

Er schwätzt im Traum, dachte ich bei mir selber und horchte mit Fleiß.

»Da werden sie einmal schauen,« fuhr er fort, »wenn wir heimkommen und sagen, daß wir auf dem Dampfwagen gefahren sind!«

Ich war gleich dabei.

»Aber eine Sündhaftigkeit ist's!« murmelte er, »na, leicht wird's morgen besser, und jetzt thun wir in Gottes Namen schlafen.«

Am andern Tage gingen wir beichten und kommunizieren und rutschten auf den Knieen um den Altar herum. Aber als wir heimwärts lenkten, da meinte der Pate nur, er wolle sich dieweilen gar nichts vornehmen, er wolle nur den Semmering-Bahnhof sehen, und wir lenkten unsern Weg dahin.

Beim Semmering-Bahnhof sahen wir das Loch auf der andern Seite. War auch kohlfinster. – Ein Zug von Wien war angezeigt. Mein Pate unterhandelte mit dem Bahnbeamten, er wolle zwei Sechser geben, und gleich hinter dem Berg, wo das Loch aufhört, wollten wir wieder absteigen.

»Gleich hinter dem Berg, wo das Loch aufhört, hält der Zug nicht,« sagte der Bahnbeamte lachend.