„Zum heiraten.“
„Wohl, wohl, Herr Magister. Sie nähme mich, ich sah ihr’s an.“
„Der tausend, da seid Ihr ja schon im Reinen. Na, gratulir’! Hat auch Geld, das Mädel. Hat Er an ihrer Hand den Brillantenring gesehen, Jonas?“
„Der Teufel hol’ mich, nein. Ich hab’ nur alleweil in die Larve ’glotzt.“
„Ganz vernünftig,“ gab der Magister bei, „der Ring ist auch nicht ihr Eigenthum; sie erhielt ihn als Pfand von einem Herrn. Aber nicht so, wie Er denkt, Er schlechter Junge, Er! Wird’s schon noch erfahren, wie das war. Nun will die Landschöne den Ring nicht mehr vom Finger lassen, während dem Verpfänder daran liegt, ihn zurück zu erhalten. – Jonas,“ das Herrchen klopfte dem stattlichen Burschen, so gut er gelangen konnte, auf die Achsel. „Er ist ein gescheidter Mann und genießt unser Vertrauen. Wollt’ Er’s übernehmen, dem Mädel den Ring vom Finger zu kriegen?“
Der Kutscher drehte an seinem Barthörnchen, lugte mit halb geschlossenen Augen so vor sich hin und antwortete endlich: „Warum nicht!“
„Bis morgen müßte es geschehen sein und hat Er mir den Ring persönlich zu übergeben. Begriffen?“
„Ganz wohl, Herr Magister!“
„Und reinen Mund gehalten!“