An diesem Winzerhäuschen war’s, wo die aus oberen Gegenden heranfahrende Frau ihre ganze, gar nicht schwache Stimme zusammennahm, um dem Kutscher zu bedeuten, er möge die Pferde anhalten. Erst hatte sie dem Keltern und besonders dem Traubentreter mit Wohlgefallen zugesehen, war dann mit Hilfe des alten Michel aus dem Wagen gestiegen, hatte freundliche Worte an die Kinder gerichtet und war hernach rauschend in das Haus getreten.
„Wie heißt’s bei Euch?“ hatte sie gefragt.
„Im unteren Viertel.“
„Das weiß ich gleichwohl,“ sagte sie, „das ist die Gegend; wie es da bei Eurem Hause heißt, möchte ich wissen.“
„Beim Froschreiter,“ war die Antwort.
„Beim Froschreiter? Aber na, das ist schon gar!“ kicherte sie, „na, macht nichts. Ich höre, der Froschreiter hätt’ Wein zu verkaufen.“
„So!“ versetzte der Alte mit dem gebeugten Nacken, „da hört die Frau nicht gut. Ich kann keinen Wein verkaufen.“
„Warum denn nicht?“
„Weil ich keinen habe.“
„Ich höre aber doch dort unter der Presse den Brunnen rinnen.“