Da kehrte sich der junge Unterviertler um und sagte: „Mir ist’s recht, Bäuerin. Und morgen – was hab’ ich denn zu thun?“

„Der Altknecht wird Dich weisen,“ beschied sie kurz.

Hierauf brannte sie die zweite Kerze wieder an und öffnete eine Seitenthür. Diese führte in eine Stube, die fast so schön und bequem eingerichtet war und auch ein so hochgeschichtetes Bett enthielt als das Zimmer der Bäuerin.

„Die heutige Nacht schlafst im Zimmer von meinem seligen Mann,“ sagte sie, „in der Knechtestube ist noch kein Bett gerichtet.“

„Ja, gute Nacht, Bäuerin,“ sagte Felix und trat in sein Gemach.

Sie blickte ihn noch einmal an. „Und gieb Acht, was Dir die erste Nacht träumt – ’s ist bedeutsam. Gute Nacht, Froschreiter.“

Sie zog die Thüre zu, er war allein in der Stube.

Eine Weile stand er völlig unbeweglich da und starrte d’rein. „Ist seltsam, das!“

Es ist nicht sein Dachkämmerlein im Winzerhause. Das ist die Wohnung des Großbauers auf dem weit berühmten Hof, genannt die grüne Länd. Wie oft hatte Felix davon gehört. Im Ländhof dienen, das war eine Ehr’. Im Ländhof werden die Thaler nach Scheffeln gezählt! ging der Spruch. Vor einem Ländhofer wird sogar der Amtmann höflich. Einen Rinderschlag giebt’s im Land: mattbraun, mit kurzen Hörnern und gar feinfleischig – er wird die Ländhofer-Race geheißen. Der Schullehrer in Zollau hat eine Landkarte, darauf ist auch die grüne Länd verzeichnet.

Und nun, der Felix, der arme Winzerssohn – er stand mitten in der Herrnstube des Ländhofes, er sollte im Bette des Großbauers schlafen und im Hofe verbleiben und –