„Nein,“ sagte Felix, „ich will das Mutterwort nicht gleich am ersten Tage schon vergessen.“

Er stand auf, trat an ein Fenster, zog den Vorhang ein wenig beiseite, sah in’s Freie hinaus und betete still.

Der Mond schien ihm in’s Gesicht.

Die Ländhoferin blickte hin und erschrak wirklich.

Vor Jahren, etliche Tage nach der Hochzeit hatte sie ihr Mann in die Residenz geführt. Sie hatten Alles besucht, was ihnen als merkwürdig bezeichnet worden war. Die Bäuerin erinnerte sich besonders noch an jenen hüllenlosen Jüngling aus schneeweißem Stein gehauen – eine einzig schöne Gestalt. Man hatte ihr gesagt, es sei das Bild von Gott Apollo. Sie hatte danach viele Nächte lang von diesem Bilde geträumt.

Und nun, da sie gegen das mondhelle Fenster hinblickte, wo der Jüngling stand, sah sie dasselbe blasse, einzig schöne Antlitz.

Wie ein kühler Lufthauch wehte es plötzlich durch die Stube. Die Bäuerin erhob sich langsam vom Sofa, stand still und sann.

Er will das Mutterwort nicht gleich am ersten Tage brechen! – Recht schön. – Es kommen der Tage noch mehrere. – Auch giebt es Leute, denen der erjagte Hase besser schmeckt, als der geschenkte. – Wollen es danach einrichten .....

„Na, Junge!“ rief die Bäuerin in entschiedenem Tone, „ich denk’, ’s ist Schlafenszeit!“