Je nun, wenn sie’s wissen will, was ich für eine Leinwand trage... warum soll sie’s nicht wissen?
„So trink’ was, Felix, Du nippest ja wie eine schwindsüchtige Jungfrau!“ sie schenkte ihm aber das Glas schon zum drittenmal voll.
„Oho, Ländhoferin,“ sagte der junge Winzer, „zwischen mir und einer Jungfrau ist ein Unterschied im Trinken.“
„Das möcht’ ich doch wissen, ob Du’s zuweg’ bringst und das Glas auf einen Zug leerst!“
Dabei trat sie ihm neckisch auf die Schuhspitze. Er faßte frisch das Glas und führte es zum Munde. – In demselben Augenblicke klang unten im Hofe ein Glöcklein.
„Was ist denn das?“ fragte Felix mit gehobenem Glase.
„Du Närrchen, wirst Dich doch vor dem Abendläuten nicht schrecken?“
„Ist das Abendläuten, so muß man beten,“ sagte der Bursche und stellte das volle Glas auf den Tisch zurück.
„Geh’, Du langweiliger Klosterbruder!“ flüsterte das Weib und hastig hob sie ihm den Becher zu.