Sie hatte, als das Seil gerissen war, hinter den Flachsschichten den Schrei gehört; – auch sie – die Bäuerin hatte einen Laut ausgestoßen – doch war’s wie Jauchzen.

Und nun – nun war ihr kühl und wohl, das Seil zerrissen – wer kann dafür! Die Plätte zerschellt am Felsen – die Dirn’ ist hin. Der Streit um Hof und Bräutigam ist aus....

Nach einer Weile, als unten an der Biegung, wo die Klamm angeht, das schwimmende Brücklein verschwunden war, athmete die Ländhoferin noch einmal auf, ging dann in den Hof zurück und schaffte wie gewöhnlich, nur daß sie mit den Leuten etwas freundlicher that als sonst.

Nach und nach hieß es: „Wo steckt denn die Dirn’, die Constanze so lang’?“

Da kam eine Magd herangeschossen: „Jesus Maria! Die Plätten, die Plätten ist weg!“

„Jesus Maria!“ schrie die Bäuerin noch viel lauter und schlug die Hände zusammen.

„Das Seil ist ab! Die Plätten ist fort! Die Dirn’ ist hin!“

„So geht doch, so eilt doch um tausend Gotteswillen!“ jammerte die Bäuerin und lief scheinbar in großer Aufregung im Hofe herum. „So läutet um Hilfe! So spannt doch die Pferde ein! Kann denn Keiner schwimmen? Jesus, mein Kind, das liebe Kind! – Wo ist denn der Felix?“

„Der Felix nicht da?“ riefen sie in alle Stuben hinein.

„Der Felix nicht da?“ schrieen sie in den Scheunen um.