Der Friedl, glühendrot im Gesichte, stürmte hinaus ins Freie und schlug hinter sich das Haustor zu, daß es schmetterte. Seine Drohung hatte unheimlich ans Vaterherz geschlagen.
Am nächsten Tage trug der Förster sein Anliegen zum Freunde. Der Michel wußte schon davon. Er lachte.
»Aber mir ist’s deinetwegen,« sagte Rufmann. »Daß du nicht etwa glaubst, so ein Weiberjäger, daß er wäre!«
»Wenn die Rechte auf der Fahn wär – warum denn nit?«
»Aber er hat’s nicht gesagt, sagt er.«
»Warum soll so ein junger Kerl das nit gesagt haben.«
»So was wäre mir neu. Das sollt’ unsereiner gemacht haben.«
»Ich bitt dich, unsereiner!« rief der Wirt. »Unsereiner ist gar nix besser gwest im gewissen Alter. Wir haben unseren Eltern just so viel Sorgen gemacht, nit um ein Tüpfel weniger als unsere Brut uns. Aber nachher alles verschwitzt. Sich den Kindern zum Muster hinstellen wollen! Weißt du, Rufmann, wenn der Vater zum Sohn sagt: Ich bin in meiner Jugend ganz brav gwest, so lügt er gerad so, als wenn der erwachsene Sohn sagt: Ich weiß nix und will nix.«
»Solange einer an eine denkt, ist’s ja so weit in Ordnung.«
»Du! Eine ist keinem genug, so lang er sie nit haben kann.«