»Ah, so meinst. Daß er wüßte, wem er zugehört. Na, mir ist’s nicht zuwider, wenn wir einmal Ernst machen.«
»Daß der Friedl bissel ein leichtes Bürschel ist – man sieht’s ja,« sagte der Michel. »Aber nur nit gleich alles so aufbauschen. Laß ihn ein paar Wochen im Holzschlag und der Tratsch ist vergessen.« Rufmann ging beruhigt heim.
Frau Apollonia und Helenerl taten am selben Tag Wäsche glätten.
Da unterbrach die Frau auf einmal ihr Schweigen und sagte: »Hast es schon gehört? Vom Förster-Friedl reden sie jetzt saubere Geschichten.«
»Ist ja alles nit wahr!« versetzte die Helenerl und neigte ihr Köpfchen über das Glätteisen.
Da wußte es die Mutter, das Mädel hatte es schon durchgemacht, während sie sich noch besonnen, ob man es ihm mitteilen sollte. Sie sagte jetzt auch weiter kein Wort mehr. Um so lebhafter redete die Helenerl im Gedanken mit sich selber: Dem, wenn er wieder einmal kommt, dem werd ich’s schon sagen! – Ach Gott, was soll ich ihm denn sagen? Er redet ja nix mit mir …
Die Ewigkeit ins Wasser gefallen
An dem Baue des fürstlichen Sägewerks wurde tüchtig gearbeitet.
Die Grundmauern waren größtenteils fertig, Zimmerleute hackten große Stämme aus, um auf dem Mauerwerke die Zimmerung zu beginnen. An dreißig Männer waren beschäftigt.
Dazwischen ging der junge Student hin und her und sah den Leuten bei ihrer Arbeit zu. Das Rasenstechen der böhmischen Deichgräber, wo die Ach ihren Fluderarm bekommen sollte; das Behauen der rohen Granitblöcke, aus denen die festgekittete, so hübsch geradlinige Mauer entstand; das Aushacken des klingenden Holzes, das Ineinanderschroten der viereckigen Stämme an den Ecken, und wie sicher und behäbig die Leute daran arbeiteten, das mutete ihn an. Er empfand die Freude, etwas werden zu sehen. Wenn aber die deutschen Zimmerleute mit den welschen Maurern und den böhmischen Deichgräbern haderten, das wollte ihm nicht gefallen. Da suchte er zu beschwichtigen, hin- und herschießenden Spott und Hohn ins Harmlose zu lenken, wofür er schließlich von allen drei Nationen ausgelacht wurde. Daraus machte Elias sich zwar nichts, seine Mission als Friedenstifter machte ihn hochgemut, und der Zimmermeister Josef meinte, wenn das ein Pfäffel werden wolle, so müsse es sich natürlich schon frühzeitig üben im Friedenstiften und im – Ausgelachtwerden.