Ja, da wollte er doch. Dieses Singen der beiden alternden Männer kam ihm so wunderlich und drollig vor und – er gestand sich’s – anheimelnd, herzwärmend.

Und als die Stunde kam, bedeutete die Kellnerin dem Fremden, wenn er zuhören wolle, so möge er nun in die Gaststube kommen, sie seien gerade beisammen allzwei und eingeheizt sei auch. Damit meinte sie, daß die Sänger schon Wein getrunken hätten.

Sie saßen am Tischchen beim Uhrkasten, und der Wirt stimmte die Zither. Der Fremde saß am Nebentisch und wartete, was da wieder Schönes kommen würde.

»Gut ist’s,« sagte der Förster, sich bereit erklärend. »Also Michel, schlag an was Feines!«

Klim klim!

»Ich geh’ herum in weiter Welt,

Such’ meinen Raub zusammen

Und nimm hinweg, was mir gefällt –«

»Du singst ja ein Totenlied!« rief lachend der Förster.

»Bei meiner Treu, da hab’ ich ein Totenlied erwischt. Wie man sich schon immer einmal vergreift.«