»Und soweit nicht ungeschickt dabei.«

»Na, siehst, da ist er doch schon wer.«

»Soviel als ein Knecht. Trotz seiner Realschule. Und besser als einen andern Knecht kann ich ihn nicht lohnen. Es geht nicht. Froh, wenn er so viel verdient. Bei dem geht die Sonne ja alle Tag um eine Stund später auf und um eine früher unter. Meinetwegen, er hat einen weiten Weg in den Holzschlag. Letztens ist er mir einmal nicht nach Hause gekommen am Abend. Ist in der Bärenstuben übernachtet, beim Kohlenbrenner.«

»Beim Krauthas?!« fragte der Wirt auf.

»Gekartelt haben sie und geschnapselt, und geraucht natürlich.«

»Hat der Krauthas sein Dirndel noch bei sich?«

»Daran habe ich auch gleich gedacht. Nein – ist nicht mehr in der Hütte. Soll zu Löwenburg unten sein, in Diensten.«

»Na, so laß ihm die Freud beim Krauthasen.«

»Viel Gutes wird er nicht lernen dort. Übrigens – der Weibsbilder wegen, das wäre auch noch keine Sorge. Soweit ist der Bub noch brav, mein ich. Da könnte man nichts sagen. Wenn’s drauf ankommt, ein herzensguter Bub. Ist ja eben das Schlechte bei ihm, daß er so gut ist.«

»Nit übel!« lachte der Michelwirt, »leicht sagst ihm’s einmal, daß es gut wär, wenn er schlecht wär.«