»Friedl,« sagte dieser halblaut, stockend, »wir warten schon all auf dich. Ein Gerichtsherr ist da und will mit dir reden, wie es gewesen ist mit dem Nathan Böhme.«
Der Friedl antwortete: »Da geh ich lieber zu den Holzknechten zurück.«
»Um Jesus willen, mein Friedl, du mußt dich ja rechtfertigen gehen! Es ist ein Gerede. Es geht ein schaudervolles Gerede um. Du mußt dich auf der Stelle rechtfertigen.«
Da ging der Bursche mit ihm.
Sie schwiegen und sie gingen rasch. Finster war es geworden in der Schlucht, und das Wasser brüllte zwischen den Steinblöcken dahin. Endlich waren sie an der Brücke, da wendete sich der Friedl plötzlich um und wollte davon. Er hatte den Gendarm bemerkt vor dem Forsthause. Der Alte hielt ihn am Arm.
»Einsperren wollen sie mich!« sagte der Friedl.
»Komm, Kind!« bat, stöhnte der Förster, »komm doch und sage, wie es gewesen ist. Dann ist alles gut, dann ist alles gut.«
Und so brachte er ihn ans Haus. Der Wächter am Tore ließ sie hinein.
An der Küchentür stand die Sali und flehte ihm zu, er solle doch erst seine Suppe essen.
»Ja, ich werd jetzt essen!« lachte der Bursche. Es war ein hartes Lachen. Er wurde in die große Stube geführt.