Oberhalb Ruppersbach kamen sie wieder zur Straße. Sie gingen ein wenig schneller und sprachen nicht viel. Da sahen sie, wie ein Wagen entgegenkam.
»Das ist der Vater!« rief der Friedl. »Es sind Michelwirts Pferde, da sitzt der Vater im Wagen.«
Es saß wohl einer drinnen, aber das war der Michelwirt. Er war selbst der Kutscher, hielt jetzt die Pferde an und stieg aus.
Fröhlich grüßten sie ihm entgegen und der Friedl sagte: »Du, Onkel, das war jetzt eine Zeit! Die möcht ich nit wieder derleben. Warum ist der Vater nit mit?«
»Ist so viel heiß heut und der staubige Weg. So bring ich euch den Wagen entgegen,« sagte der Michel und faßte die Pferde am Riemen, um sie zu wenden. »Steigt nur gleich ein.«
»Ich will auf den Bock.«
»Geht nit, Friedl, ist zu schmal für uns zwei, setzt euch nur kamod in den Wagen.«
So fuhren sie gegen Eustachen.
Der Michelwirt hatte nur ein paarmal ausgerufen: »Also der Krauthas!« Denn es war schon alles bekannt geworden. Im übrigen redete er nicht viel, mußte auf die Pferde achtgeben. Elias schwieg und der Friedl schwieg auch, weil ihm bange geworden war.
Der Michel hatte gemeint, er würde die Burschen bei dem Wiedersehen an die Brust reißen müssen. Statt dessen war es so kühl hergegangen. Schon gut so. Das ahnte er wohl, wenn er jetzt ruhig bleiben soll und nichts verraten, so darf er das Herz gar nicht anrühren. – Am Eingange des Dorfes vor der Kapelle standen schon Leute, Jugendkameraden, darunter auch die Gerhaltbuben. Ohne Willkommsgeschrei reckten sie den Ankömmlingen die Hände entgegen, aber diese taten nicht viel desgleichen und der Michel hielt die Pferde nicht an, ließ sie vielmehr sehr rasch zwischen den Häusern hintraben bis zum Wirtshause.