»Wir wollen nit einkehren, wir wollen gleich heim,« sagte der Friedl.

»Na na, Buben, zukehren müßt ihr schon bei mir.« So der Michel, »ihr habt Hunger und Durst. Frau Apollonia hat schon daran gedacht. Auch abstauben werdet ihr euch wollen.«

»Wir möchten schon den Vater haben,« sagte der Student.

»Ich glaub’s euch, Buben, ich glaub’s euch, wird aber jetzt nit zu Haus sein. Kunnt sein, daß – er notig im Gebirg was zu tun hätt und vor dem spaten Abend nit heimkommt.«

»Die Nachricht hat er doch erhalten?«

»Ei, das schon, die Nachricht, die wird er schon bekommen haben. – Poldl, komm doch herfür und spann die Pferde aus!«

Wenn der Vater jetzt ohnehin nicht daheim ist, da konnten sie ja einkehren, dachten die Burschen und traten ins Haus.

»Da seins halt jetzt, die armen Hascher,« klagte der alte Einleger Wenzel, der im Vorhause stand.

»Schau, daß d’ weiter kommst,« herrschte ihm der Wirt zu, so daß dem Alten ungleich wurde. Was hat er denn heut, unser Herr?

Der Tisch war schon gedeckt, die Kellnerin brachte Speise und Trank, und die jungen Wanderer ließen sich nicht nötigen. Der Michel saß neben ihnen, fragte nicht viel und erzählte nicht viel. – Schenkte Wein in die Gläser. »Tuts trinken, Buben. Der Wein, wenn’s auch heißt, zuviel wär ungesund, er ist und bleibt eine Gottesgab und erfrischt das Herz. Schon gar, wenn der Mensch … Ich kunnt den Wein nimmer entbehren.« Er füllte auch sich ein Glas und leerte es auf einen Zug.