Er zog ihn mit sich. Beider Augen wie Spieße in die Nebel stechend. Jetzt – dort – ein dunkler Streifen. Die Tauernach. Höher hin eine dunkle Fläche, als ob blauer Rauch stünde. Das ist der Lärchenwald hinter dem Hause. Alles andere grau in grau. Siehst du? Ist dort nicht? Das ist die Tanne, die hinter dem Garten steht. Und wieder verschwimmt alles im blassen Schneewirbel.

»Wenn er nicht mehr ist, Friedl?« sagte Elias stockend, »wenn er nicht mehr ist?«

»Ich hab’s getan!« sprach der Friedl vor sich hin.

»Sei nicht dumm. Gott hat’s getan und niemand anderer.«

»Dort steht es ja!« jauchzte Friedl hell auf.

Jenseits des Baches stand klar das dunkle Viereck des Forsthauses.

Doch als sie dann zum Hause hin wollten, über die Brücke, war diese verschüttet von einer wüsten Schneewucht. Da lag der zerschellte Ball. Es war nichts geschehen, auch die Brücke stand.

»Aber mir kommt’s doch anders vor wie sonst. Wo ist denn die Kapelle?«

»Die Kapelle ist nicht mehr da. Sie liegt unter dem Schnee.«

Die Burschen aus Eustachen haben sich sachte verzogen. Die beiden Brüder kletterten über den Schneehügel auf die Brücke und gingen zögernd dem Hause zu, das im Schleier der sinkenden Flocken stille dastand. An der Türe sind sie eine Weile verblieben. Der Friedl legte seine Hand an die Klinke und drückte doch nicht nieder.