Der torkelte gleich vom Meiler.

»Junge, saubere Herren da? Muß man wohl, muß man wohl gleich!« Ein dünnes, fistelndes Stimmlein. Den Kopf neigte er schelmisch lauernd vor; das seine gewöhnliche Haltung, denn der Krauthas war »gnackbucklig«.

Sie gingen in die Hütte. Die war dunkel, aber geräumig. Drei kleine, niedrige Fenster ließen wohl so viel Tag in das Blockhaus, daß auch ungeübte Augen imstande waren, die Einrichtung zu unterscheiden. An der Ecke ein roh gemauerter Herd mit glosenden Kohlen, daneben eine Bretterpritsche mit Stroh und einem alten Lodenmantel. Dann eine Truhe, als Vorratskammer verwendet. An der anderen Wand mehrere ungefügig gezimmerte Brettertische. In früherer Zeit war noch ein zweites Bett dagewesen, in dem das Weib und das Töchterl beieinander geschlafen. Seitdem aber das Weib durchgegangen und das Töchterl »in Diensten« verreist war, wie der Krauthas sagte, konnte aus der Bettstatt ein Tisch gebaut werden für Gäste. Holzknechte sprachen gerne zu, auch Rinden- und Kohlenführer, im Sommer auch Halter, denn der Krauthas schenkte einen Fusel, den er »Schligerwitz« nannte.

Nun stellte er – »wieviel seid Ihrer denn? Siebene?« – sieben Stengelgläschen zurecht, hob aus der Truhe einen irdenen Plutzer und ließ mit feierlicher Gebärde das gelbliche Brünnlein rinnen.

»Packt ihn an, Prinzen!«

Das kratzte einmal, so daß die Buben mit scharfen Atemstößen aus der Brust ihre Kehlen ausfegen mußten. Der Friedl warf eine Krone auf den Tisch, sie drollerte eine Weile und blieb endlich liegen. Das ist für alle.

»Wir müssen anrucken.«

»Wohin wollt ihr denn?« fistelte der Köhler.

»Auf die Wildwiesen, Schneekugel treiben.«

Der Krauthas drehte den Kopf schief, schielte so in die Krume. »Schneekugel treiben? Auf der Wildwiesen? – Teuxelsbuben seid ihr. Darf ich nachkommen mit einem Plutzerl?«