Und schob es in seine Hosentasche.

Eine himmlische und eine irdische Jungfrau.

Die Burschen ulkten heimwärts. Wo es Schnee gab, da bewarfen sie sich mit Ballen. Wo ein Tümpel war, da suchte einer den anderen hineinzuleichen, und der Kruspel mußte wiederholt wegen Beleidigung einer Amtsperson vorstellig werden.

Als sie durch den Hals hinauskamen und das Forsthaus nahe war, wurden sie anständiger. Ihre Rauchzeuge zündeten sie an. Der Friedl hatte keine Zigarren mehr. So wollte er sich ein Haselstöcklein schneiden, um etwas in der Hand zu haben zum Spielen. Er langte mit der rechten Hand in den Sack, dann langte er mit der linken Hand in den anderen Sack, dann wandte er sich um und schaute auf den Weg zurück und dann brach er den Holzzweig mit der Hand ab. Nun hatte er etwas zum Fuchteln, das ist anstatt der Zigarre.

Im Forsthause angelangt, vernahm Friedl, daß Gäste da seien. Der Michelwirt mit seiner Tochter. Der Steirerwagen stand in dem Holzschuppen.

Der Bursche wurde bei dieser Wahrnehmung fast nüchtern. Aber er wagte sich nicht ins Haus, warum, das wußte er nicht recht. Er führte seine Kameraden auf die Kugelbahn, die oben am Waldrande war. Doch keiner traf etwas, die Amtsperson traf nicht einmal den Laden und warf weich. Da sangen sie spottend: »Der Schligerwitz, der Schligerwitz!«

In der guten Stube des Forsthauses war es schon seit frühem Nachmittage hoch hergegangen. Ja, der Michel war wieder einmal da. Der Förster hatte seine Klampfen, wie er die Laute nannte, vom Wandnagel genommen, und so konnten sie sich wieder einmal satt singen miteinander. Schade, daß der schöne Einklang dieser Stimmen von niemandem weiter gehört werden konnte als von der Helenerl, die in ihrem dunkelgrünen Sonntagsgewand auf der breiten Ofenbank saß und mit innerem Behagen an einem feinen Strümpflein strickte; und von der Sali, die heimlich ihr Ohr ans Schlüsselloch hielt; und von dem Waldl im Hof, der gerührt über den lieblichen Sang heulen mußte.

Weil es in der tiefsten Fastenzeit war, so wählten sie fromme Lieder. Michels Kehle hatte dafür einen weichen Mollton. Der geheimen Horcherin, die eine besondere Marienverehrerin war, zur Freude sangen sie die süßinnige Weise vom armen Dienstmägdelein.

»Es war ein armes Dienstmägdelein,

Gar keusch und rein im Leben.