»In dem Wald will ich verbleiben,

Weil ich leb’ auf dieser Erd.

Will mich ganz dem Wald verschreiben,

Nun ade, du schnöde Welt!

Ich verbleib allzeit im Wald,

Bis die Welt zusammenfallt.«

Nur zu bald haben sie aus dem schönen »Extrastübel« wieder hinaus müssen. Der Förster, schon während des Singens war ihm etwas aufgefallen im Gefällholz, hub jäh an zu fluchen. Es war stellenweise das dürre Holzwerk nicht sauber aufgearbeitet, da konnte der Borkenkäfer nisten, der den Fichtenwald umbringt. Und da war unter einem Lärchbaum ein auseinandergestöberter Ameishaufen. Die Ameisen aber sollte man lassen passieren, wie sie die Stämme hinaufwurlen und ins Astwerk hinaus, als Jäger nach allerlei Gewürm und Gezücht, das den Baum krank machen und allmählich töten kann. Die zierlichen Falter dort im Geäst der Kiefer? Was ist der kleine Kieferspinner für ein großes Ungeheuer! Er legt sein Ei in das Holz und züchtet Verderben. Aber da kommt die Schlupfwespe, legt ihrerseits Eier in die Raupen des Kieferspinners. Der Schmetterlingsleib hat ein Wespenherz, und an diesem Zwiespalt stirbt der Falter. Die Förster können diesem Baumverderber nicht bei und sind der Schlupfwespe sehr dankbar für ihr Schelmenstück. Wer nun im Walde morschendes Holz liegen läßt oder die Ameisen stört oder die Schlupfwespen vertilgen wollte, den trifft des Försters Fluch. »Da sollen sie sich anderes Wildbret suchen, meinetwegen!«

Nit so giften soll er sich, denkt der Michel, das muß weggesungen werden. Und wie er das Wort »Wildbret« hört, rollt’s ihm auch schon hell aus der Kehle:

»Bin a lustiger Wildbratschütz,

Und spann mein Hahnl guat,