„Kannst du mich denn noch lieb haben, jetzt!“ sagt sie drinnen.

„Klage dich nicht an, ich bitte dich. Laß mir die Last. Ich verlaß dich nicht!“

Drinnen wimmert es. „Mein armer Vater! Mein armer Vater!“

Er spricht wieder leise und tröstet sie; es zittert sein Hauch vor Erregung. Und sie weint und weint.

„Hättest es mir früher sagen sollen,“ spricht er.

„Ich hab gemeint, unser Herrgott wird mich sterben lassen. Hab’ ihn schon darum gebeten...“

Er will immer beruhigen und trösten. Sie weint und weint.

Da bin ich in meine Kammer gegangen. Was hat mir denn der Lehrer erzählt, damals in der Hochthalklamm? Wenn es das wäre?! — Vor dem Schlimmsten erwehre ich mich mit der Vorstellung: Des Hausvaters wegen. Er ist brustkrank. Schlecht wird’s mit ihm stehen und sie sagt es jetzt dem Lehrer.

Hingelegt habe ich mich auf mein Stroh und bin wieder aufgestanden. Und hinausgegangen auf den Anger. Es ist Ruhe. Am Fenster steht er nicht mehr.

Und wie ich wieder liege in meiner Kammer, da fällt es mir ein: Hat das Fenster ein Gitter? —