Jetzt, was war das? War es ein Ablehnen für weiterhin, weil wenig Arbeit und wenig Essen mehr vorhanden? Oder war es bloß ein Freigeben, falls mir selber das Elend in diesem Hause zu groß geworden?

Den ganzen Nachmittag ließ ich hingehen, ohne dem Hausvater eine Antwort zu geben. Mir war wirklich zu Mute, als dürfte ich diese Menschen jetzt nicht allein lassen, jetzt weniger als je.

Und am Abende, als wir auf dem Kopf des Brunnentroges saßen und traurig hinausblickten in die Landschaft, die so ruhig war, so friedsam wie ein Kirchhof, da sagte ich: „Vater! Ich ginge ungern fort. Und heute giebt es ja mehr Arbeit, als vor wenigen Tagen. Seht die Dächer an! Der nächste Regen rinnt in die Stube hinein. Die Fenster! Der Wind zieht durch und durch. Die Wege und Stege, es kann ja niemand hin und her. Etwas werde ich doch ausrichten können. Und wenn Ihr etwa der Verpflegung wegen meint — was für andere gut ist, wird für mich auch nicht zu schlecht sein.“ Die letzten Worte zu stammeln ist mir sauer geworden.

„Brav bist wohl!“ sagte der Adam und hielt mir die zitternde Hand her.

Und jetzt war schon die Abschätzung da. Zwei Herren, gesandt von dem Händler, der das auf dem Feld stehende Getreide gekauft hat. Sie strichen überall herum und als sie das Unheil sahen, bedauerten sie den armen geschädigten Händler. Hat ein Angeld gegeben und ist jetzt keine Deckung dafür vorhanden. Dann bedauerten sie auch voll christlicher Teilnahme den Adam.

„Kriegen wir denn gar nichts?“ ruft die Hausmutter.

Die Herren zucken ihre Achseln.

„Das ist ja zum Verzweifeln!“ schreit sie.

Der Adam wendet sich seitab.