„Vorstrecken kannst du mir nichts?“ unterbricht er mich. „Das wird sauer werden, Teufel noch einmal.“
„Daß du dich am Ende besinnst, Guido!“
Er geht in seinem Nachtkleide die Stube auf und ab: „Das wird sauer werden!“
„Ich möchte es nicht erleben! Wenn du mir jetzt ihr Lachen unterbrichst!“
Die Kerze ist zu Rande. Er zündet keine neue an denn es ist keine mehr im Hause. Dieweilen der Dochtrest noch glimmt im Leuchter, wandelt er über den Fußboden hin und wieder und hadert, warum gerade er das bissel Erbsünde so hart büßen müsse!
Sage ich: „Der Strick schneidet gerade dem am tiefsten ins Fleisch, der sich am meisten dagegen sträubt. Warum du dich gar so sehr fürchtest vor dem Schweiß des Angesichtes, wie es sich für einen ordentlichen Erbsünder gehört. Nimm doch ein Stück vom Adamshauser Grund und baue Kartoffeln!“
Steht er still und sagt: „Du hast recht. Wenn ich’s in meinem jetzigen Fach nicht weiter bringe, so baue ich Kohl und Kartoffeln. Dabei ist noch niemand verhungert. — Sie kann’s schon und ich werde es lernen.“
„Das stimmt, Lehrer, das stimmt! Ich hätte dich ja doch erwürgt, wenn du mir das Mädel sitzen ließest.“
Nun wird er neuerdings nachdenklich und meint, er wäre sehr sonderbar dran. „Will ich nicht, so würgest du, und will ich, so würgt ein Anderer.“
„Ein Anderer? Wie meinst du das?“