„Ah, guten Morgen, meine Herren!“ lache ich. „Dann ist wohl einer von euch beiden so gut, mir zu sagen, ob nicht noch ein dritter da ist, der sich Rochus Weiler nennt.“

„Weiß nix,“ antwortet die Stimme.

„So weiß es vielleicht der andere.“

„Weiß auch nix,“ antwortet dieselbe Stimme. Nun merke ich, es ist ja überhaupt nur einer da.

„Er trägt eine Hand in der Binde,“ erkläre ich.

„So, den Einhandel meint der Herr. Kann nit weit sein, weil seine Pfeife dort ist.“

Seine Pfeife, das war unsere alte Flinte, die wahrhaftig im Dachwinkel lehnte. Weil wir drinnen und draußen keinen Rocherl vorfanden, so habe ich die Flinte auseinander gethan und zu mir gesteckt.

Oberhalb der Hütte auf dem Moosfilz haben wir uns niedergesetzt, haben gewartet bis in den späten Abend. Mancher arme Schelm ist aus Strupp und Kraut herbeigekommen zur Hütte, hinein und wieder heraus und träge an ihr herumgeschlichen. Der Rocherl war nicht zu sehen. Unverrichteter Sache sind wir nach Hause gekommen um Mitternacht.

„Weil wir nur das haben,“ sagte die Barbel, als ich die alte Flinte an den Nagel hing. Im Vorhause war es ganz finster. Als wir auseinandergehend uns Gute Nacht sagten, tastete sie nach meiner Hand und sprach: „Ich danke dir, Hansel, daß du mit uns gegangen bist.“ Und so weich und warm sind ihre Finger gelegen einen kurzen Augenblick auf meinem Gelenke.