Als der Brief gelesen war, sagten mehrere von uns fast gleichzeitig: „’s ist doch ein guter Kerl!“ —
Und nun schließe ich mein Schreiben. Denn mein Mädel, die Frau Barbara, will in der vertraulichen Freundeskorrespondenz schier eine Beeinträchtigung ihrer besonderen Rechte erblicken. Sie hat schon lustige Überfälle versucht, um mir die Feder aus der Hand zu ringen. Das ist unklug von ihr. Hat diese Hand die Feder nicht, so ergreift sie den Wanderstab und sucht auf zwei Tage wenigstens den herrlichen Freund auf. Zur Strohwitwe will ich sie machen, die Arme, die Liebe, um am Montag den 3. Januar bei dir zu sein. Bereite dich mit einer Flasche Rüdesheimer vor, denn ein derbgebrannter Bauernknoten wird vor dir stehen, voller Durst und Dankbarkeit für dich, du alter treuer Knabe.
* * Verlag von L. Staackmann, Leipzig. * *
Zuletzt erschienen:
Friedrich Spielhagen.
Am Wege.
Vermischte Schriften. 18 Bogen 8o. Ein vornehm ausgestatteter Band. Brosch. Mk. 3.50. Eleg. gebunden Mk. 4.50.
Ferner liegt vollständig vor: