Endlich, als alle übrigen abgeschabt waren, stand der alte Kracher auch vor mir fest und brummte: „Giebt der nichts?“

Ich reichte ihm einen Zehner und muß etwas von einem Trinkgeld gesagt haben. Da habe ich angezündet!

Er hielt die Münze in der breiten, runzeligen Hand: „Ein Trinkgeld? Wieso? Glaubst du, ich geh Trinkgelder betteln wie ein Nachtwachter um Neujahr? Du Racker, du! Was bist denn für einer, daß du kein Licht brauchst, beim Herrgott! Du Duster-Mannl, du! — Heb’s weg, das Ding! Heb’s weg!“

„Na, na, so schlimm ist es ja nicht gemeint gewesen.“

„Heb’s weg, sag’ ich!“

„Soll auch von mir eine christliche Gabe der Kirche vermeint sein.“

„Wir brauchen’s nit!“ Mit diesem Schrei schleuderte er das Geldstück zu Boden, daß es ein paarmal ganz entrüstet aufhüpfte.

„Trinkgeld, wie einem Nachtwachter!“ Gleichsam hinspuckte er dieses Wort.

Jetzt hat mich der Hausvater in Schutz genommen: „Mußt nit, Schragerer, ’s ist der neue Knecht. Ein Zugereister. Weiß halt nichts vom heiligen Brauch. Beten thut er eh fleißig.“