„Ein wengel kann’s sein, daß sie schwerer gewesen ist. Viel nit, viel.“

„Einen kugelrunden Hunderter, wenn Ihr wollt.“

Der Bauer hebt nun mit der Tabaksblase an. Langsam hat er sie vom Rücken, wo sie im Gürtel stak, hervorgezogen, hat sie zu halb umgestülpt und schiebt nun mit zwei Fingern Tabak in die Pfeife.

„Hört Ihr, Schlappzopf, hundert Gulden für das Tier. Es sollte noch etliche Wochen in der Mast stehen, aber weil ich just gut aufgelegt bin, nehm’ ich sie heut’ mit.“

Die Pfeife ist gestopft, nun hat der Bauer Zeit zu sagen: „’s selb wird’s doch nit thun.“

„Überlegt nicht lange, Bauer. Das Glück klopft nur einmal an, dann geht’s vorbei. Wenn ich hundertundfünf sag’, so bin ich leichtsinnig. Aber damit wir doch wieder einmal was handeln miteinander.“

Der Bauer wendet sein Auge nicht von der Pfeife und schüttelt fast unmerklich den Kopf. „Ich denk’, ich werd’ sie doch derweil noch behalten.“

„Also, wieviel wollt Ihr?“

Nun kommt Schwamm und Feuerstein dran. Es giebt ein paar Funken, aber das Ding will nicht glosen. Endlich macht er den Mund auf, aber nicht um den Preis auszusprechen, sondern um den Zunder anzublasen.

„Hundertfünf, und einen Leikauf fürs Weib. Aber geschwind ja sagen, Bauer, es könnt’ mich gereuen.“ Der Händler tastet an der Kuh herum, ob die Haut locker ist, ob das Fleisch federt. „Ein zähes Luder. Redet schon ab. Aber halten thu’ ich’s noch, mein Wort. Also...!“