„Geh’, närrisch,“ lachte der Vater, „woher wird sie’s denn haben? — Mir scheint, Tochter, du willst dein Kresengeld verthun!“

Es war aber nicht das Taufpatengeld, wie er meinte.

„Habt ihr auf die Hetschen-Basel denn schon ganz vergessen?“ fragte die Barbel. O, Freund, wie schön ist ihr Muttergottesgesicht, wenn sie schalkhaft schmunzelt!

„Das Geld von der Basel?“

„Das sie mir vermacht hat. Ihr wisset es ja, Mutter.“

„Und daß du die Erbschaft in die Kailinger Sparkasse solltest legen! Ja, hast das Geld denn nit eingelegt? Du leichtsinnige Dirn’, du!“

„Was brauchts denn die Kailinger Sparkasse, wenn mans daheim auch gut aufheben kann!“

Als sie den letzten Schein aus der Mappe thut, werfe ich einen Blick auf das Geld und erschrecke ganz abscheulich. Sind es lauter Papiergulden, die schon seit zwei Jahren keine Gültigkeit mehr haben.

Und wollen sie dieses Geld dem Valentin schicken! Da habe ich mir wohl gedacht: O Adam! Adam! Bisweilen wäre doch auch im Bauernhause eine Zeitung nicht schlecht!

Jetzt frage ich dich, Alfred! Du bist zwar ein tapferer Mann, schon auch darum, weil du so fest zum zugereisten Bauernknecht stehest. Aber die Hand aufs Herz! Hättest du den Mut, dieses Wesen aufzuklären darüber, daß ihr in der schönen Mappe so sorgfältig gehüteter Sparpfennig mit dem sie dem kranken Valentin die Heimreise ermöglichen will, wertlose Papierfetzen sind? Das wäre ja gerade, als risse ihr ein gottverfluchter Erzräuber das Vermögen aus der Hand. — Na, da rücke ich mich auf meiner Bank ein wenig gegen die Tischecke hin.