Lasset es gut sein, meine Herren. Euere dem Blatte unrechtmäßiger Weise entzogenen und mir unverdient brieflich zugewendeten Geistesentladungen sind nicht mehr wohl angebracht. Ich bin bereits zu sehr verbauert, um dafür die richtige Wertschätzung aufzubringen. Ihr werdet schon verzeihen, daß der Spaß wirklich ernst geworden ist. Der Philister in mir wird bereits so vordringlich, daß ich aufhöre zu „wissen“ und anfange zu ahnen. Zu ahnen, was das weltberühmte Wort heißt: Im Schweiße deines Angesichtes! Und was Menschenleben heißt!

Die „Kontinentale“ ist mir nicht mehr unter allen Umständen notwendig. Wenn ihr sie mir noch weiter schicken wollet, um euch bei mir in freundlicher Erinnerung zu halten, dann sendet sie an den Herrn Guido Winter, Schullehrer zu Hoisendorf, ob Kailing. Bei mir daheim wird sothanes Papier nicht geduldet, weil es, nach Ausspruch einer mir maßgeblichen Persönlichkeit beim Verbrennen zu viel Gestank macht.

Hier hebt jetzt Erdgeruch an, aus dem Boden zu steigen, der macht sich nach Weihrauch, Pulverdampf und Druckerschwärze, die mir schon in die Nase gestiegen, freilich ganz märchenhaft!

Machet euch um mich weiter nur keine Sorgen. Wenn das Jahr um ist, werde ich mein Visitkarte schon abgeben. Schluß.

Hans Trautendorffer.

Vierzehnter Sonntag

Am vierzehnten Sonntage.

Liebster Alfred!

Am vorigen Sonntage hatte ich gerade so viel Zeit, um an die Herren der „Kontinental-Post“ ein Absagebriefchen zu schreiben. Denn diese Art von Zuschriften ist mir endlich doch zu unangenehm geworden. So sehr mich deine Briefe stets aufrichten, so sehr haben mich die frivolen Geistreicheleien von jener Seite verstimmt. Und war auch einmal so einer!