„Es tröpfelt schon.“
Und der Schuster wieder über den Kulmbock: „Freilich, natürlich! Versprechen thut jeder, bis er drinnen sitzt. Nachher sitzt er halt und laßt sich zahlen fürs Sitzen auf dem Lederpolster. Nau, Kurschamadiener! Wenn der Kulmbock so viel besser macht, als was das Schwarze an meinem Fingernagel ist!“
„Man muß nicht so unbescheiden sein,“ war mein Senf drauf.
„Der Kulmbock ist schon recht,“ redete jetzt auch die Hausmutter drein. „Wenn’s wahr ist, daß er den Jäger Konrad will anzeigen. Wegen dem Rocherl seiner Wunden.“
Machte der Hausvater mit der Hand einen leichten Schlag in die Luft: „Was hilft das!“
Der Lehrjunge hatte bisher nur gegessen. Nun er satt war, regte sich auch in ihm der Zeitgeist.
„Und was soll denn für die Lehrbuben geschehen?“ gixte er.
Weil das überhört wurde, so ein zweitesmal:
„Geschieht für die Lehrbuben noch immer nichts?“
Der Meister that ein bedeutsames Kopfnicken gegen den Jungen: „Wart’ nur, es wird gleich was geschehen!“