Der Saufüssel duckte sich hinter den Gesellen und streckte die Zunge heraus. —

Es gärt, mein lieber Philosoph!

Und eines Abends, als wir schon alle in der Stube beisammen saßen, sprach ein fremder Mensch zu. Der gab sich für einen gelernten Schlosser aus. Der Hausvater meinte, die Schlösser wären im Adamshause ziemlich überflüssig geworden. Es seien drei Schuster da und zwei alte Einlegerleute, so wisse er nicht, wo der Reisende schlafen solle. —

„Aufs Jahr schlafen wir schon in seidenen Himmelbetten,“ sagte der Fremde, „alsdann so will ich diesmal aus Gefälligkeit noch einmal mit dem Stroh fürlieb nehmen. Zum Nachtmahl bin ich mit einem wohlgeschmorten Schweinsbraten zufrieden, wenn nichts besseres vorhanden ist.“

„Der Herr wär’ eh gut,“ spottete mein Hausvater.

„Ja, mein lieber Bauer!“ sprach der Fremde, „jetzt werden wir halt einmal aus einem andern Loch pfeifen. Wie es in der Bibel steht: Die Ersten werden die Letzten und die Letzten die Ersten sein.“

Nun horchte der alte Michel auf, der im Ofenwinkel sein Abendsüpplein trank. Den Topf hielt er in seinen tatternden Händen, so horchte er hin und fragte dann seine Alte: „Was sagt er?“

„Das ist so einer!“ schrie sie ihm ins Ohr, „laß nur Zeit. Das ist schon so einer!“

Die Hausmutter sprach wohl nicht ohne Hinterhalt zum Fremden: „Vielleicht, daß der Herr bei unserem Nachbar Arbeit findet, beim Kulmbock drüben.“ Der, dachte sie, wird ihm den Prozeß schon machen.

„Von Arbeit habe ich nichts gesagt,“ antwortete der Schlosser in scharfgesetzter Rede, während er mit der schmalen Hand seinen schwarzen Spitzbart streichelte. „Ein ganz anderer Anlaß, weswegen ich da bin. Von Kailing komme ich seit gestern herauf. Alsdann dort thun sie alle mit, die Handwerker und die Bauern. Die Bürger werden schon nachkommen, denen ist’s derweil nur ein bissel unbequem. Ich glaub’s.“