Amt Abelsberg.“

Hierauf ein umgehendes Schreiben vom Gutsherrn:

„Amtmann, Ihr seid ein Esel. Laßt Euch Schreiben Nr. I erklären.

L. L. von S.“

Deß war der Herr Amtmann etwas indignirt. Er besprach sich mit seinem Schreiber und Beide kamen endlich darin überein, daß das Geschätzte Nr. I vom gestrengen Herrn in Sachen des Geburtsfestes mißverstanden worden sei. Dasselbe lautete wörtlich:

„Komm diesmal nicht nach Abelsberg, wünsche aber, daß das Fest wie gewöhnlich und mit Einschluß des Schulmeisters gefeiert werde.

L. L. von S.“

Der Schreiber vermuthete, daß der gnädige Herr etwa könne gemeint haben, mit in’s Fest und zum Festessen solle man den Schulmeister, der ja sonst seiner Widerhaarigkeit wegen oftmals umgangen wurde, einschließen, und nicht in den Gemeindekotter.

„Ja!“ machte der Amtmann die Achsel zuckend, „mit mir muß man ohne Umschweife reden, ich kenne keine Zweideutigkeit.“