Der geistliche Herr that einen schreckhaft lauten Lacher. „Endlich!“ rief er, „endlich einmal! Na, Zeit ist es, daß Du gescheit worden bist. Hättest mir aber noch eine Weil’ stillgehalten unter dem Spiegel, wär’ mir nicht unlieb gewesen, hätten von Deinem Gelde noch lange gut gegessen und getrunken.“

„Und wär’ Dein Spitzbubenstückel gar nicht aufgekommen, so wär’s Dir noch lieber gewesen!“ sagte der Hochbergreichhofer.

„Geh’, gift’ Dich nicht!“ rief der Pfarrer und lachte noch immer, „laß’ uns jetzt essen und trinken, heut’ wird es das letztemal sein, daß Du die Jause zahlst.“

Ein Abelsberger Kalbskopf.

Der Tabak-Simerl lehnte an seinem Tabakskasten und hatte — gestehen wir’s offen, denn es läßt sich nicht leugnen — einen Rausch. Auf dem Kasten stand eine Flasche, die sich in dem Verhältnisse, als sie geleert worden war, verdoppelt hatte, so daß sie jetzt dastand — zwei in eins und eins in zwei — wie die siamesischen Brüder.

Es war zwölf Uhr Mittags. Da schellte es an der Thür. Der Postbote trat ein und überreichte dem Tabak-Simerl ein Briefchen. Der Simerl that’s mit umständlicher Mühe auseinander und las nicht ohne Umstände:

„Lieber Freund und Simerl!

Bei uns ist gemetzgert worden. Erweis’ mir die Ehr’ und komm’ heute Mittags 11 Uhr zu mir zum Kalbskopf.

Mit Grüßen