„Die Leute?“ meint der Pfarrer, „was sagen sie denn?“
„Nein, ich glaub’s nicht. ’s ist so ein abergläubisches Geschwätz, nur daß man davon spricht. — So eine Katz’, sagen die Leute, wenn sie altert, thät’ eine Hex’ werden und sich keinem Crucifix in die Nähe getrauen.“
„Paperlapap!“ sagt der Pfarrer.
„Na, versteht sich. Ein Altweibergeschwätz.“
„Ist nur um ein Probiren zu thun,“ meint der Pfarrer, „na, Kätzle, komm’, komm’ her zu mir!“
Dieser trauten Einladung vermag das Thier nicht zu widerstehen, es naht und steigt dem Herrn auf den Schoß. Der Pfarrer langt nach dem Crucifix, aber kaum die Katze dieses in seiner Hand erblickt und ein inneres Gesicht hat von einem andern Gegenstand, ergreift sie in wilder Hast die Flucht.
Die beiden Priester blicken sich lautlos an.
„Merkwürdig!“ sagt der Pfarrer endlich.
„Seltsam!“ entgegnet der Caplan.
„Wenn’s so ist, muß ich das Vieh aus dem Haus thun,“ sagt der Pfarrer.