„Wenn mir der geistliche Herr halt etwa so einen Handsamen thät wissen!“ meinte der Koloman.

„Wählt Euch den heiligen Aloisius,“ rief der Beichtvater.

„Selb’ nicht,“ sagte Koloman, „selb’ ist ja schon zu spät.“

„Schade,“ versetzte der Priester, „aber vielleicht den heiligen Johannes in der Wüste?“

„Wollt’ mir gleich gefallen, thät ich nur den wilden Honig und die Heuschrecken ein bißle lieber essen.“

„So entschließt Ihr Euch wohl für einen heiligen Blutzeugen und Märtyrer; da haben wir die glorreichsten Exempel an St. Stefanus, St. Paulus, St. Laurentius, St. Bartholomä —“

„Dem die Haut abgezogen ist worden?“ unterbrach der Koloman.

„Hingegen steckt er jetzt in einer himmlischen Haut!“ rief der Priester; „und wir haben ferner den heiligen Andreas, wir haben St. Blasius, wir haben die Nothhelfer und vierzig Märtyrer — nun?“

Der Koloman schüttelte nur so den Kopf. — Wohl wahr, diese Welt sei grundschlecht, aber gerade übel sei sie nicht, und wisse er, der Koloman, nur, daß ihn der Herr auch wieder bei Zeiten vom Tode auferwecken wolle, er würde sich gern den heiligen Lazarus zum Vorbilde nehmen.