„Was ist geschehen?“ stöhnte dieser, „wie so kann das sein! Da giebt’s ein Unglück!“

Hierauf stellte sich der Duckmichel, das Gewehr fest auf die Erde stemmend, gerade vor die Studenten hin und sagte gelassen: „Meint Ihr denn, Ihr sauberen Herrlein, Unsereiner ist gar so dumm? — Nasses Pulver schon ist mir zuwider, viel weniger schieß ich mit Schnupftabak. — Studentenpulver! Oh, wir kennen den Spaß schon seit lange! Hab’s auch recht gut gehört, was Ihr da unten im Strupp mit Eurem Spießgesellen beredet habt. Hab’ mich unterhalten bei Eurer Gescheitheit. Und so müßt Ihr mir’s schon zu gut halten, daß ich das echt geladene Zeugel losgeschossen habe, weil mir der Vogel da drüben einmal gar so prächtig auf der Mücke gesessen ist.“

„Jesus und Maria!“ jammerten die beiden Studenten, „was ist mit unserem Kameraden geschehen?“

Jetzt löste sich der Rauch und vom Felsen heran eilte Grußing, hoch in der rechten Hand einen todten Falken haltend, der ihm nach dem Schusse förmlich in den Schoß gefallen war.

„Den Vogel will ich Euch schenken,“ sagte der Halter, „spannt ihm hübsch die Flügel aus und nagelt ihn über Eure Bücher an die Wand, daß Ihr’s ja nicht vergeßt, wie wir Bauersleute gar so abergläubisch und dumm sind. — Ist noch Buttermilch anständig?“

Wie Duckmäuser schlichen die drei genarrten Musensöhne davon. Sie leben heute noch. Geistlich ist keiner geworden; alle drei sind Advocaten auf dem Lande, haben immer noch viel Courage und wenig Geld. Aber das Studentenpulver schnupfen sie selber.

Eine Eisenbahngeschichte.