„Um so besser, Ihr habt ein gutes Auge. Aber Freund, das Gewehr ist doch nicht schon geladen?“

„Noch nicht,“ antwortete der Halter, „haben die Herren, wie sie da heraufgingen, keinen Schuß gehört? Da hab’ ich meinen Stutzen auf einen Raben losgedrückt.“

„Gut,“ sagte der Student, „nichts schlechter, als wenn die beiden Pulvergattungen zusammenkommen.“

„So viel weiß ich wohl selber,“ brummte der Michel und lud das Gewehr mit einer Bleikugel und dem braunen Studentenpulver.

Sie schlichen vor’s Haus. Der Mann im Gewände schien Beeren zu pflücken.

„Man merkt es seiner Sorglosigkeit wohl an, daß er sich für unsichtbar hält,“ versetzte Frischer.

„Ja, unser Pulver!“ lispelte der Andere, „aber, Vetter, zielet gut, und wartet bis ich rufe.“

Der Halter spannte das Schloß, und fuhr mit dem Gewehre zur Wange. Stroche blinzelte entzückt seinem Genossen, dann rief er laut: „Feuer!“ In demselben Augenblicke loderte die Mündung des Laufes, gellend knallte der Schuß.

Die beiden Studenten stießen einen Schreckruf aus und erbleichten. Pulverrauch verdeckte ihren Augen, was vorging drüben an der Felswand.

Der Halter aber wendete sich höhnisch gegen den bebenden Stroche: „Ist das Euer Pulver, das nicht kracht?“