Richard erhob sein Glas: »Freund, ich danke dir noch einmal, daß du mich bis an dieses Ende der Welt begleitet hast. Kehre mit Glück nach deiner geliebten Elbestadt zurück und von heute in zehn Tagen denke, daß ich mit meiner Luise am Altare stehe.«
»Und wenn du sie hast, so säume nicht allzulange, sie mir zu zeigen. Ich brenne, dein Weib kennen zu lernen und gedenke mich zu rächen für die Eifersucht, die du bei meiner Susanna immer wieder in mir erweckt hast.«
Sie lachten und stießen die Gläser an.
»Ich hoffe, daß ich rasend eifersüchtig sein werde,« sagte Richard.
»Du hoffest das?«
»Keine Frage. Was wäre das für eine Suppe? Ohne Salz!«
»Das Salz der Ehe – ja. Aber eine versalzene Suppe – nein,« sagte Herbert und drehte sich eine frische Zigarette.
»Und ich bleibe dabei,« scherzte Richard, »daß wir beide uns die ausgiebigste Ursache zur Eifersucht geben, müssen. Wir haben seit acht Jahren aneinander die Herzen und Nieren zu genau erforscht, um nicht zu wissen –«
»Laß das bloß gut sein, Richard. Wir waren zwei Galgenstricke, wenigstens in der Laune, doch als Ehemänner –«