»Komm dort nicht der Hausdiener unseres Hotels?« unterbrach Richard. Zwischen den Tischreihen trippelte ein buckliges Männlein heran und mit sehr kurzsichtigem Auge guckte er jedem Anwesenden unsicher ins Gesicht, bis er unsere Freunde bemerkt hatte. Dann kam er heran und sagte in gutgewähltem Portugiesisch, daß er glaube, die Auszeichnung zu haben, Herrn Herbert Franke aus Hamburg vor sich zu sehen.

»Suchen Sie mich?« fragte Herbert.

»Ich wußte es ja gleich. O, ich erkenne alle meine Herren sofort wieder. War schon am Hafen, auf der Brest Da denke ich, die Exzellenzen werden im Weinhause sein. Und siehe da!«

»Wünschen Sie etwas?«

»Mit Ihrer gütigen Erlaubnis, eine Depesche ist angekommen.«

Er reichte sie hin, nahm die Bestätigung in Empfang und empfahl sich mit graziösen Bücklingen.

»Wenn ein deutscher Tanzmeister so viel Grazie hätte, als ein spanischer Stiefelputzer!« lachte ihm Richard nach. – »Nun, wie stehen die Kurse auf der Hamburger Börs'?«

Herbert hatte seinen Prunkzwicker aufgeklemmt, doch der war wieder von der Nase gefallen. Er hatte hierauf die Depesche für sich gelesen, und Richard sah, daß er unruhig wurde.

»Was ist das?!« sagte Herbert tonlos vor sich hin.