So weit ist meine Wanderschaft gegangen, daß ich zu einer Stadt gekommen bin, auf deren Hauptstraßen bestaubte Gräser wuchern, und über deren Forum das Eidechschen schleicht. –
Und als der Wanderer diese seltsame Stätte, dieses stumme, eherne Traumbild gesehen, da lenkte er seine Schritte wieder der nordischen Heimat zu.
Der Mond sank nieder zum Meere und zog einen glänzenden Streifen über das Gewässer gegen das Auge. Noch einmal warf er seinen erblassenden Strahl auf die bleichen Felsen von Sorrent, auf den finsteren Vesuv, auf die Ruinenstadt. Dann spielte er mit den zitternden Wellen des Meeres und stand auf der Linie des Horizontes wie ein goldenes Schifflein.
Da – ehe der Halbmond noch versank in dem Gewässer, – war ein schwarzes Täfelchen in ihm. Es war wohl das Segel eines fernen Schiffes.
Endlich versank die Leuchte langsam – nur noch ein Spitzchen, nur noch ein Sternchen blieb zurück, dann verlosch auch dieses in den Fluten.
Das Segelschiff aber trieb – Gott schütze seinen Lauf! – in tiefer Nacht auf weiten Wassern, und Friede war über den Ruinen.