Tick-tack! Tick-tack!
Die Stunde geht in Zickzack.
In Zickzack geht die Stunde,
Der Zeiger schreibt die Runde.
Es nachtet und es tagt,
Es wintert und es frühet,
Die Zeit entfliehet
Und ist doch immer da.
Der Zahn der Zeit
Nagt an der Zeit.
Er nagt umsunst,
Die Zeit, die Stund' um Stunde reiht,
Ist ewige, ewige Ewigkeit.

Tick-tack! Tick-tack!
Das Schicksal geht in Zickzack.
Ein Vorwärts und ein Rückfall,
In Zickzack geht das Schicksal.
Der Zahn der Zeit,
Man sagt, er nagt
An meinem Sein.
Er nagt schon lang,
Mir ist nicht bang,
Er nagt umsunst,
Das Sein ist mein.
Mein Sein war einst, mein Sein ist heut,
Mein Sein ist ewige Ewigkeit.

[Sei gegrüßt, du himmlischer Knabe!]

Eine Weihnachtsandacht.

Christkind, bist da; bist endlich nach langen traurigen Tagen wiedergekommen zu uns herab.

Ich hab' dich ersehnt als wie ein Kind; denn ich bin ein Kind mit weißen Haaren.

Nun hör' ich dich rauschen in diesen Zweigen; vor deinem süßen, warmen Odem flackern die Lichter des heiligen Weihnachtsbaums.

O, sei gegrüßt, du himmlischer Knabe, der du mit den sonnigen Äuglein die schweren Nebel durchleuchtest, die hier im Tale des Tränentaues nimmermehr wollen schwinden.

Ich möchte dich wärmen an meinem Herzen, und muß mich fürchten, der menschlichen Leidenschaft stürmische Gluten könnten versengen dein lockiges Haar. Denn du bist gewohnt des ewigen Frühlings milden Hauch; o Gotteskind, bei dir daheim muß es schön sein!