Oft hör' ich es leis in den Lüften klingen, als wie ein Läuten und Grüßen von oben.
Dann faßt mich das Heimweh, und wie ein verirrtes Kind in der Nacht ruf' ich und such' ich den Weg zu den Wohnungen Gottes.
Erzähl nun, erzähle, du holder Bote des Himmels, was waltet dein Vater, der ewige Herr?
Fast fürcht' ich, der Vater hätt' unser vergessen, denn wie den Sonnenstrahl vor Wetterstürmen, seh' ich auf Erden das Göttliche schwinden.
Gerechtigkeitsfreude ging uns verloren und reiner fröhlicher Sinn.
Die Kunst wühlt im Staube, die kindlichen Herzen verkümmern.
Wenn du, o mein süßer, heiliger Christ, von Zeit zu Zeit nicht kämest gesandt, es müßte der Pfad zwischen Himmel und Erden doch gänzlich verwildern.
Und mich verlangt es so heiß nach Kunde von oben, was all die Teueren, die uns verließen, denn machen im Lande der ewigen Liebe.
Mein Mütterlein treu; sie muß schon vor Zeiten angelangt sein auf mühevollen Krücken.
Zwar war sie fast blind, doch hat sie — das weiß ich — den Weg nicht verfehlt.