Gott grüß dich, teures Heimatland,
Du Hort von hoher Alpenwand
Bis an die nordischen Meere.
Vom Murgestad' bis an den Rhein,
O heilige Erde, bist du mein.
Behüt dich Gott der Herre!

Er weck in dir die alte Treu,
Die alte Kindlichkeit aufs neu
Und milderer Tage Sitten,
Für die der Ahnen Heldenherz
Im frommen Schauen himmelwärts
Gelitten und gestritten.

Und bräch' ein böser Feind herein,
Ich könnte nimmer fröhlich sein,
Ich müßt' vor Wehe sterben.
Ach, laß der Väter Lehr und Ehr,
Der Brüder Freudigkeit und Wehr,
O Herrgott, nicht verderben!

[Gebet.]

Behüte Gott das deutsche Volk
In seiner Ehr' und stolzen Kraft.
Behüt es Gott in seiner weisen
Treuen Völkerführerschaft!
Auf seiner Wacht, daß allerwärts
Der Menschen Freiheit sich erneue:
Das große Volk, das deutsche Volk,
Behüt es Gott in seiner Treue!

Behüte Gott das deutsche Volk
In seines Hauses frohem Rat,
In seiner Herzensinnigkeit,
In seines Fleißes reicher Tat!
Behüte Gott, daß nie der Zwietracht
Grauser Dämon es berücke!
Das freie Volk, das deutsche Volk,
Behüt es Gott in seinem Glücke!

Behüte du das deutsche Volk,
O Gott, in deiner Liebe Huld
Vor zagem Zweifel an sein Heil,
Behüt es, Herr, vor aller Schuld!
Verleih ihm kindliche Zuversicht,
Wie reinen Herzen sie beschieden.
Das edle Volk, das deutsche Volk,
Behüt es Gott in seinem Frieden!

Das deutsche Volk, behüt es Gott!
Bis es in der Vollendung Licht
Den Ölzweig wahrer Menschlichkeit
Erlösend um den Erdball flicht.
In wilder Zeiten Sturm und Not,
In Streit und Sieges Morgenrot,
Das schwergeprüfte, hehre Volk,
Mein deutsches Volk, behüt es Gott!